Vase, Johann Loetz Witwe, Dekor Phänomen Genre 2/315, um 1902
signiert mit “Loetz/ Austria”
Lit.: Passauer Glasmuseum (Hg.), Das Böhmische Glas 1700-1950. Band IV. Jugendstil in Böhmen, Tittling 1995, S. 54.
Um 1900, zur Blütezeit des Jugendstils, prägten zwei markante Gestaltungselemente die Glasproduktion in Klostermühle: das kunstvoll gewundene und gekämmte Fadendekor sowie die schillernde, metallische Irisierung. Diese besondere Technik wurde 1898 in der Glashütte eingeführt und erlangte unter dem Begriff „Phänomen-Glas“ große Bekanntheit. Ziergefäße dieser Art zählen zu den technisch ausgereiftesten, gestalterisch anspruchsvollsten und erfolgreichsten Produkten der Manufaktur.
Das Dekor „Phänomen Genre 2/315“ gehört zu den aufwendigsten dieser Reihe. Auf einem Grund in Maigrün ziehen sich waagrecht verlaufende Silberfäden über die gesamte Gefäßoberfläche, die widerum von silbernen Blattranken überzogen wird. Die intensive Irisierung lässt die Vase in nahezu unzähligen Farben schimmern.
Dieses Dekor wurde erst kürzlich identifiziert und ist deshalb in der Loetz-Literatur noch nicht verzeichnet, was die Vase zu einem besonders begehrten Sammlerobjekt macht.
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