Loetz Vase Argentan violett um 1908

SKU 869 Schlagwort

Vase, Entwurf Leopold Bauer, Ausführung Johann Loetz Witwe, Dekor Argentan violett, um 1908

  • Höhe: 12cm, Breite: 11cm, Tiefe: 11cm
  • 1907 bis 1909
    Technik: Glas, formgeblasen und frei geformt, reduziert und irisierend
    Provenienz: Privatbesitz, Wien

    Lit.: A. Adlerova, E. Ploil, H. Ricke, T. Vlcek (Hg.), Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940, Bd.2, Katalog der Musterschnitte, München 1989, Musterschnitt PN II-4241, S. 171; vgl. J. Mergl, E. Ploil, H. Ricke (Hg.), Lötz. Böhmisches Glas 1880 bis 1940, Ostfildern-Ruit 2003, S. 195

    4.400,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
    SKU 869 Schlagwort
    Beschreibung

    Die Zusammenarbeit zwischen Leopold Bauer und der Glashütte Johann Loetz Witwe, Klostermühle begann kurz vor 1902 und entwickelte sich bis 1906 zu einem großen Erfolg für beide Seiten. Auf der Weltausstellung in Mailand im Jahr 1906 präsentierte die Firma Gläser nach Entwürfen Bauers und wurde dafür mit dem Grand Prix, der damals weltweit bedeutendsten Auszeichnung im Kunstgewerbe, geehrt.

    Die kleine Vase folgt einem für Bauer typischen Formentwurf mit klaren Linien, moderner Wirkung und reduzierter Formensprache. Sie trägt das Dekor Argentan violett, das durch ein Krakelee aus Aluminium- oder Silberfolie unter einer farblosen Deckschicht charakterisiert ist. Dieses Dekor wurde um 1906 besonders häufig in Verbindung mit Bauers Formgestaltungen eingesetzt.

    Künstler

    Leopold Bauer (Jägerndorf/österreichisch-Schlesien 1872 – 1938 Wien) war ein bedeutender österreichischer Architekt, Designer und Architektur-Theoretiker. Im österreichisch-schlesischen Jägerndorf geboren, durchlief er die höhere Schulbildung in Brünn. 1892 bis 1896 Studium der Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Carl von Hasenauer und dann bei Otto Wagner. Als einer seiner talentiertesten Schüler arbeitete der junge Architekt nach seinem Studium zeitweise in Wagners Atelier mit. Wie sein Lehrer befürwortete auch Bauer (zumindest anfänglich) das modernistische Prinzip der absoluten Zweckmäßigkeit in der Architektur. Bauers Hauptwerk ist das Gebäude der heutigen Nationalbank in Wien.

    Der vielseitig interessierte Leopold Bauer entwarf neben Architektur auch Möbel und kunstgewerbliche Gegenstände. Für Liebhaber von Jugendstilglas ist erwähnenswert, dass er über den Glasverleger Bakalowits den Glasfabrikanten Maximilian von Spaun, kennenlernte. Für den Inhaber der Glasmanufaktur Loetz entwarf er in Folge nicht nur die Villa in Klostermühle sondern lieferte auch zahlreiche Entwürfe für Glasobjekte. Die Zusammenarbeit Bauers mit Loetz war so erfolgreich, dass seine Kunstgläser auf der internationalen Ausstellung in Mailand 1906 mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurden.

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