Loetz Vase Jutta Sika PG 358 1901

SKU 1701 Schlagwort

Vase, Entwurf Jutta Sika, Dekorentwurf Franz Hofstötter, Ausführung Johann Loetz Witwe für E. Bakalowits Söhne, Wien, Dekor Phänomen Genre 358, 1901

  • Höhe: 17cm, Breite: 27cm, Tiefe: 27cm
  • 1901
    Technik: Glas, formgeblasen und frei geformt, reduziert und irisierend
    Provenienz: Privatsammlung, Chicago, Illinois

    Lit.: E. Ploil, H. Ricke u.a. (Hg.), „Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940“, Band 2, Musterschnitte, München 1989, Musterschnitt 85/3908, S. 288; Rechnung von der K.k. Kunstgewerbeschule Wien an die Secession, Arbeiten zur Düsseldorfer Ausstellung, 1902, Archiv der Wiener Secession, Inventarnummer I 7.3.18. – 1978; abgebildet in: Deutsche Kunst und Dekoration. Illustrirte Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskunst und künstlerische Frauen-Arbeiten, 13. Jahrgang, Heft 9, September 1902, S. 237 und 238

    43.200,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
    SKU 1701 Schlagwort
    Beschreibung

    Jutta Sika gehörte zu den begabtesten Schülerinnen von Koloman Moser an der Wiener Kunstgewerbeschule. Sie war Mitglied der Wiener Werkstätte und Gründungsmitglied des Österreichischen Werkbundes. Bekannt wurde sie vor allem für ihre Entwürfe für Glas und Keramik.
    Unsere Vase ist ein Entwurf von Jutta Sika, der durch den Musterschnittkatalog des Loetz-Archivs dokumentiert ist. Derselbe Entwurf wurde auch in einem Teezimmer der Wiener Secession gezeigt, das Teil der „Industrie-, Gewerbe- und Kunst-Ausstellung“ im Kunstpalast in Düsseldorf 1902 war. Der Raum stand unter der künstlerischen Leitung von Josef Hoffmann und Leopold Bauer. Dort war die Vase mit Mosers Dekor „Streifen und Flecken“ prominent auf dem Mitteltisch platziert, wie historische Fotografien der Ausstellung zeigen, die in der zeitgenössischen Zeitschrift Innendekoration veröffentlicht wurden.
    Unsere Vase trägt den nicht minder bedeutenden Dekor „Phänomen Genre 358“, der eigens von Franz Hofstötter für die Pariser Weltausstellung 1900 entworfen wurde, an der auch Jutta Sika teilnahm. Ihre irisierende Oberfläche mit horizontalen Farbzonen, die vom dunklen Grund über bläuliche und gelbe Töne bis zu glühendem Rot verlaufen, evoziert die Assoziation eines fernen Horizonts unter rötlich leuchtendem Himmel.
    Heute befinden sich Entwürfe von Jutta Sika in zahlreichen Museen, darunter im Museum für angewandte Kunst Wien, im Museum of Modern Art und im Metropolitan Museum of Art.

    Künstler

    Franz Hofstötter (München 1871 – 1958 Bachern) war ein deutscher Maler, Bildhauer, Architekt, Glasmaler und Kunstgewerbler. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule München, studierte er 1890-93 an der Akademie München, unter anderem bei Gabriel von Hackl und Wilhelm von Ruemann. In den Jahren 1894 bis zum Ersten Weltkrieg machte sich Hofstötter einen Namen mit Entwürfen für Kirchenfenster und gesamte Kirchenausstattungen.

    Seinen künstlerischen Stellenwert sicherten ihm wohl die Entwürfe für die Glasmanufaktur Johann Loetz-Witwe (Klostermühle). Max Ritter von Spaun, Inhaber der Glashütte, hatte den jungen Künstler beauftragt, die Kunstglas-Kollektion für die Weltausstellung 1900 in Paris zu entwerfen. Hofstötters gänzlich neue Vasenformen zusammen mit zeitgenössisch-modernen vegetabilen oder naturalistisch-reduzierten Dekoren trugen wesentlich zum durchschlagenden Erfolg des Glaserzeugers Loetz auf dieser wichtigen internationalen Leistungsschau bei. Franz Hofstötter schuf in Folge noch bis ca. 1911 Glas-Entwürfe für Loetz. Nach seinem Kriegsdienst im 1. Weltkrieg führte eine persönliche Krise zur weitgehenden Aufgabe seines künstlerischen Schaffens.

    Hofstötters Name ist allen Loetz-Sammlern ein Begriff und seine für die Weltausstellung 1900 kreierten Ziergläser finden sich weltweit in Sammlungen aller wichtigen Jugendstil-Museen.

    Anfrage

    Beim Senden der Anfrage stimmen Sie unseren Datenschutzrichtlinien zu. Datenschutz

    Vase Jutta Sika Johann Loetz Witwe für E. Bakalowits Söhne Wien Dekor Phänomen Genre 358 1901
    Loetz Vase Jutta Sika PG 358 1901
    Was Sie noch interessieren könnte

    Danke für die Anmeldung bei unserem Newsletter!

    Social Media

    Danke für Ihre Anfrage!

    Wir bearbeiten Ihr Anliegen
    so schnell es uns möglich ist.

    Aktuelle Zeit vor Ort:
    Samstag, 18:37 Uhr
    Bürozeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 10:00 – 16:00

    Besuchen Sie auch unsere Austellungen

    Social Media

    Danke für Ihre Anfrage!

    Wir bearbeiten Ihr Anliegen
    so schnell es uns möglich ist.

    Aktuelle Zeit vor Ort:
    Samstag, 18:37 Uhr
    Bürozeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 10:00 – 16:00

    Besuchen Sie auch unsere Austellungen

    Social Media

    Immer aktuell mit unserem
    Kunsthandel Newsletter

    Unsere nächsten Termine

    Social Media