Vase, Johann Loetz Witwe, Dekor Asträa, um 1900, signiert
am Boden signiert mit “Loetz Austria”
Lit.: J. Mergl, E. Ploil, H. Ricke (Hg.), Lötz. Böhmisches Glas 1880 bis 1940, Ostfildern-Ruit 2003, S. 119 (Dekor)
Um die Jahrhundertwende experimentierte die Glashütte Johann Loetz Witwe mit zahlreichen Variationen metallischer Irisierung und erzielte damit eine bemerkenswerte Vielfalt sowie gestalterische Komplexität, die die Firma gegenüber anderen Glashütten auszeichnete. Ein besonders schönes Ergebnis dieses Experimentierens ist der Asträa-Dekor, der um 1900 entstand.
Auf einem Candia-Grund mit opalener Unterfangung liegt eine Deckschicht von aufgeschmolzenem Silbergelbpulver, die der Vase ihren bemerkenswerten irisierenden Effekt verleiht. Honigbraune Flecken unterschiedlicher Größe zieren die Oberfläche des Gefäßes in unregelmäßiger Anordnung.
Der Vasenkörper wölbt sich an der Basis nach außen und ist an der oberen Wandung dreifach eingedrückt. Die Vasenmündung ist als nach unten gelappter Dreipass geformt und gibt dem Gefäß einen besonders organischen, fast blütenartigen Charakter. Drei unten aus der Glasmasse gezogene, oben angeschmolzene Henkel runden die besondere Vasenform ab – ein Beispiel für die um 1900 typische Vereinigung von Schönheit und Funktion. Mit ihrer organischen Form, prächtigen Irisierung und der Signatur “Loetz Austria” am ausgeschliffenen Kugelabriss ist diese Vase ein besonders begehrtes Sammlerobjekt.
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