Loetz Vase Franz Hofstötter PG 358 um 1900

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Kleine eiförmige Vase mit Kupfer-Messing-Monturierung, Dekorentwurf Franz Hofstötter, Ausführung Johann Loetz Witwe für E. Bakalowits Söhne, Dekor Phänomen Genre 358, um 1900

  • Höhe: 6.6cm, Breite: 8cm, Tiefe: 5.4cm
  • 1900 bis 1901
    Technik: Glas, formgeblasen, reduziert und irisierend; Bronze, vergoldet; Kupfer
    Provenienz: Privatbesitz, USA

    Lit.: E. Ploil, H. Ricke u.a. (Hg.), „Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940“, Band 2, Musterschnitte, München 1989, Musterschnitt 85/3737/3, S. 276

    9.200,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
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    Beschreibung

    Die eiförmige Miniaturvase wurde für den renommierten Wiener Glasverleger E. Bakalowits Söhne entworfen. Sie trägt Franz Hofstötters Weltausstellungsdekor PG 358, dessen vielschichtige Farb- und Fadenkomposition selbst auf der begrenzten Fläche dieses kleinen Gefäßes meisterhaft umgesetzt wurde.

    Der „Weltausstellungsdekor“ (Phänomen Genre 358) zeichnet sich durch die dunkelbraune Zeichnung im unteren Bereich, die versponnenen bläulichen Silberfäden in der Mittelzone sowie den orangefarbenen Abschluss aus. Das ausgewogene Zusammenspiel dieser drei Farbtöne und die gleichmäßigen Aufschmelzungen verleihen der Miniaturvase ein harmonisches Erscheinungsbild.

    Gefasst wird die Vase von einer Montierung aus Kupfer und vergoldeter Bronze, die mit einem kleinen Putto geschmückt ist.

    Künstler

    Franz Hofstötter (München 1871 – 1958 Bachern) war ein deutscher Maler, Bildhauer, Architekt, Glasmaler und Kunstgewerbler. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule München, studierte er 1890-93 an der Akademie München, unter anderem bei Gabriel von Hackl und Wilhelm von Ruemann. In den Jahren 1894 bis zum Ersten Weltkrieg machte sich Hofstötter einen Namen mit Entwürfen für Kirchenfenster und gesamte Kirchenausstattungen.

    Seinen künstlerischen Stellenwert sicherten ihm wohl die Entwürfe für die Glasmanufaktur Johann Loetz-Witwe (Klostermühle). Max Ritter von Spaun, Inhaber der Glashütte, hatte den jungen Künstler beauftragt, die Kunstglas-Kollektion für die Weltausstellung 1900 in Paris zu entwerfen. Hofstötters gänzlich neue Vasenformen zusammen mit zeitgenössisch-modernen vegetabilen oder naturalistisch-reduzierten Dekoren trugen wesentlich zum durchschlagenden Erfolg des Glaserzeugers Loetz auf dieser wichtigen internationalen Leistungsschau bei. Franz Hofstötter schuf in Folge noch bis ca. 1911 Glas-Entwürfe für Loetz. Nach seinem Kriegsdienst im 1. Weltkrieg führte eine persönliche Krise zur weitgehenden Aufgabe seines künstlerischen Schaffens.

    Hofstötters Name ist allen Loetz-Sammlern ein Begriff und seine für die Weltausstellung 1900 kreierten Ziergläser finden sich weltweit in Sammlungen aller wichtigen Jugendstil-Museen.

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