Tischlampe “Die Verlassene” Gustav Gurschner um 1899

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Tischlampe mit figürlicher Darstellung “Die Verlassene”, Entwurf Gustav Gurschner, Lampenschirm Johann Loetz Witwe, unidentifizierter Dekor, um 1899, Bronze, Glas, signiert

  • Höhe: 63.5cm, Breite: 18.3cm, Tiefe: 18.3cm
  • 1896 bis 1902
    Technik: Bronze, gegossen, patiniert; Holz; Glas, formgeblasen, reduziert, irisierend
    Provenienz: Privatbesitz, Deutschland

    signiert am unteren Rand mit “GURSCHNER” und “DEPOSÉ”
    Lit.: Originalfoto im Archiv Gustav Gurschner © Nikolaus Kolhammer, Wien, ANKGG0069; Abb. in: Das Interieur: Wiener Monatshefte für angewandte Kunst, Jahrgang 2, Wien 1901, S. 19; vgl. A. Adlerova, E. Ploil, H. Ricke, T. Vlcek (Hg.), Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940, Bd. 2, Katalog der Musterschnitte, München 1989, S. 591

    38.000,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
    SKU 1513 Tags ,
    Beschreibung

    Zu den Objekten, die Gustav Gurschner für Studierzimmer entwarf, zählten auch verschiedene Tischlampen. Kurz nach seinem Debüt auf der Ersten Ausstellung der Wiener Secession im Jahr 1898 begannen Unternehmen wie Johann Loetz Witwe sowie E. Bakalowits & Söhne in Wien, Gurschner mit der Gestaltung künstlerisch anspruchsvoller Leuchtobjekte zu beauftragen, die mit eigens abgestimmten Glasschirmen aus ihren Manufakturen kombiniert wurden.
    Bereits 1897 hatte sich Gurschner in Paris aufgehalten, wo er entscheidende Impulse durch den französischen Art Nouveau erhielt. Charakteristisch für seine Entwürfe ist die Verbindung funktionaler Alltagsgegenstände mit figürlichen Elementen, häufig in Gestalt weiblicher Figuren. In der oberen Zone des Lampenfußes ist ein ineinander verschlungenes, nacktes Liebespaar dargestellt. Die Frau hält in weit ausgebreiteten Armen den Lampenschirm. Am Fuß der Lampe befindet sich die titelgebende „Verlassene“, versunken in tiefer Trauer und Schmerz.
    Der Glasschirm stammt aus der Manufaktur Johann Loetz Witwe und ist in einem nicht identifizierten Dekor ausgeführt, der möglicherweise von Hans Christiansen für dessen Haus in der Künstlerkolonie Mathildenhöhe entworfen wurde. Die fein ziselierten ornamentalen Details, die plastisch bewegten Formen sowie die organischen Linien bezeugen Gurschners außergewöhnliche Meisterschaft als Bronzekünstler, während der Schirm von Johann Loetz Witwe eine stimmungsvolle, atmosphärische Lichtwirkung entfaltet.

    Künstler

    Der gebürtige Tiroler Gustav Gurschner (Mühlendorf am Inn, Deutschland 1873 – 1971 Wien) war einer der bekanntesten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er war Gründungsmitglied der Wiener Secession und langjähriger Präsident des Künstlerverbandes österreichischer Bildhauer. Da er mehrere Jahre in Paris lebte, kann man in seinem charakteristischen, naturbezogenen Stil einen deutlichen französischen Einfluss erkennen. Durch sein außerordentliches Talent und seine umfassende künstlerische Bildung schuf er eine Vielzahl an Denkmälern und Portraits, unter anderem den Königsobelisken in Veszprém, 1908, das Kaiserdenkmal von Hohenelbe vor 1916 oder ein Bildnis Königs Eduard VII. von England.

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