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Steigendes Pferd Werkstätte Hagenauer um 1935

SKU 727

Steigendes Pferd, Werkstätte Hagenauer Wien, um 1935, Messing patiniert, Holzplinthe, markiert

  • Breite: 21.5cm
  • Höhe: 23cm
  • Tiefe: 10cm
  • Datiertung: 1933 bis 1937
    Epoche: Art Deco
    Technik: Messing patiniert; Holzplinthe
    Provenienz: Privatbesitz, Österreich

    markiert mit “wHw” im Kreis, “HAGENAUER/WIEN”, “MADE IN/AUSTRIA”
    Lit.: vgl. zeitgenössisches Foto im Archiv Hagenauer im MAK, Wien, Inv. Nr. HAF 406

    Verkauft

    Nicht vorrätig

    SKU 727
    Beschreibung

    In meisterhafter Weise gelingt es der Werkstätte Hagenauer Wien das Pferd im Moment der Erhebung zu charakterisieren. Am Körper des Tieres ist die Bewegung klar abgezeichnet, während die angespannten Hinterbeine fest am Untergrund stehen und die hoch erhobenen Vorderläufe kraftvoll ausholen. Die Richtung, in welche es sich gleich in eine Levade aufzurichten scheint, ist durch die Schrittstellung und den nach links gewandtem Kopf zu erkennen.

    Zusätzliche Dynamik erhält die Szene durch die geschwungene, aufsteigende Holzplinthe, die an einen Hügel erinnert. Der mähnenlose, auf wenige Merkmale reduzierte Kopf des Tieres signalisiert durch die zurück gelegten Ohren und den wachsamen Blick den Moment höchster Konzentration. Diese Messingskulptur besticht neben ihrer hochqualitativen Ausführung auch durch ihren spielerischen und eleganten Charakter.

    Ausführung

    Werkstätte Hagenauer Wien – stilistische Entwicklung und Bedeutung

    Die Werkstätte Hagenauer zählt heute, mit Recht, zu den bedeutendsten Kunstwerkstätten Österreichs des 20. Jahrhunderts. Die klare, strenge Formsprache, kombiniert mit dynamischen Posen und die Verwendung von Messing, vernickelt, patiniert oder blank, sowie Kupfer, Alpacca und Exotenholz, weist einen hohen Wiedererkennungswert auf.

    Doch bis die Brüder Karl und Franz ihren eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelten, sollte einige Zeit vergehen. Karl und Franz besuchten beide die Kunstgewerbeschule in Wien und lernten unter Josef Hoffmann, Oskar Strnad, Anton Hanak und Dagobert Peche.

    Bis zur Schließung der Werkstätte Hagenauer am 30. Dezember 1987 wurden noch Kunstobjekte von herausragender Qualität erzeugt. Die beiden Brüder Karl und Franz Hagenauer haben mit ihrem künstlerischen Vermächtnis sehr stark zur Bildung des Begriffes „Design“ in Mitteleuropa beigetragen und zählen mit Sicherheit zu den einflussreichsten österreichischen Künstlern des 20 Jahrhunderts.

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