Spiegel Gustav Gurschner um 1906-08

SKU 1593 Schlagwort

“Toilettenspiegel etruskisch”, Gustav Gurschner, K.K. Kunst-Erzgießerei, um 1906-08, Bronze, patiniert

  • Höhe: 45cm, Breite: 32.4cm, Tiefe: 2cm
  • 1906 bis 1908
    Technik: Bronze, patiniert; Spiegelglas
    Provenienz: Privatbesitz, New Jersey, USA

    Lit.: Originalfoto im Archiv Gustav Gurschner © Nikolaus Kolhammer, Wien, ANKGG0141, verso händisch bezeichnet mit „1434“, „Toilettspiegel etruskisch“, Atelierstempel Gurschner;

    18.500,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
    SKU 1593 Schlagwort
    Beschreibung

    Die Suche nach einem neuen Ornament prägte den Jugendstil als bewusste Gegenbewegung zu den erschöpften Wiederholungen historischer Stile. Im Werk des Wiener Künstlers Gustav Gurschner wird dieses Streben in besonderer Klarheit sichtbar. Zunächst noch vom französischen Art Nouveau beeinflusst, mit seinen fließenden, organischen Linien, entwickelte Gurschner zunehmend eine eigenständige Formensprache, die sich bewusst auf archaische Ornamenttraditionen rückbesinnt.
    Charakteristisch sind jene archaisch anmutenden Ornamente, die Gurschner selbst häufig als „etruskisch“ bezeichnete. Sie finden sich auf seinen Bronzearbeiten, von Vasen über Schreibgeräte bis hin zu vielfältigen Gebrauchsobjekten, und verleihen ihnen eine eigentümliche, zeitentrückte Aura.
    Auch der vorliegende Spiegel, von Gurschner als „Toilettspiegel etruskisch“ bezeichnet, folgt diesem Gestaltungsprinzip. Spiralornamente, Perlbänder und Kreise strukturieren im Wechsel mit glatten Flächen die Oberfläche. In der Bronze imitiert Gurschner andere Materialien und Techniken: Partien wirken wie aufgenietet. Die Bronze ist dunkel patiniert, einzelne Perlornamente lassen die helle Bronze durchscheinen. So entsteht der Eindruck eines organisch gewachsenen, beinahe archaischen Objekts.

    Künstler

    Der gebürtige Tiroler Gustav Gurschner (Mühlendorf am Inn, Deutschland 1873 – 1971 Wien) war einer der bekanntesten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er war Gründungsmitglied der Wiener Secession und langjähriger Präsident des Künstlerverbandes österreichischer Bildhauer. Da er mehrere Jahre in Paris lebte, kann man in seinem charakteristischen, naturbezogenen Stil einen deutlichen französischen Einfluss erkennen. Durch sein außerordentliches Talent und seine umfassende künstlerische Bildung schuf er eine Vielzahl an Denkmälern und Portraits, unter anderem den Königsobelisken in Veszprém, 1908, das Kaiserdenkmal von Hohenelbe vor 1916 oder ein Bildnis Königs Eduard VII. von England.

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    Toilettspiegel mit etruskischer Ornamentik Gustav Gurschner K.K. Kunst-Erzgießerei um 1906-08 Bronze patiniert Spiegelglas
    Spiegel Gustav Gurschner um 1906-08
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