Norbertine Bresslern-Roth “Der große Fisch” 1969

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Norbertine Bresslern-Roth, “Der große Fisch”, 1969, Öl auf Jute, signiert

  • Höhe: 103cm, Breite: 90cm,
  • 1969
    Technik: Öl auf Jute
    Provenienz: Privatbesitz, Steiermark

    signiert unten rechts mit “B.-Roth”;
    ausgestellt 2016 im Joanneum, Graz
    Lit.: Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, Ausstellungskatalog, Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, 26.10.2016-17.04.2017, Graz 2016, Nr. XXX (mit Abb.);
    Helene Martischnig, Norbertine Bresslern-Roth (1891-1978). Das malerische Werk, Dipl.-Arb., Graz 1994, Abb. 365;

    Preis auf Anfrage
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    Beschreibung

    Norbertine Bresslern-Roth zählt zu den bedeutendsten Tiermalerinnen Österreichs. Schon früh zeigte sich ihr außergewöhnliches Talent: Bereits als zehnjähriges Mädchen wurde sie dem Kunstlehrer Alfred Schrötter von Kristelli empfohlen, der sie über viele Jahre hinweg unentgeltlich förderte. Während ihrer Ausbildung besuchte sie regelmäßig den Tierpark Schönbrunn sowie zoologische Gärten in ganz Europa, die ihr als Inspirations- und Motivquellen dienten. Zwischen 1907 und 1911 nahm sie auf Empfehlung Schrötters an den Sommerkursen des Tiermalers Hans von Hayek in Dachau teil. 1911 begann sie ihr Studium an der Wiener Kunstakademie bei Ferdinand Schmutzer – zu einer Zeit, in der Frauen der reguläre Zugang zur Akademie noch verwehrt war.
    Bresslern-Roth schuf im Laufe ihres Lebens einen umfangreichen Fundus an Tierstudien, Skizzen und Aquarellen, die neben Fotografien als Grundlage ihrer Werke dienten. Ihre Arbeiten verbinden die Tradition der Tierdarstellung des 16. Jahrhunderts mit einer modernen, stilisierten Formensprache. Charakteristisch für ihre Gemälde ist die freskoartige Wirkung ihrer Malweise, die durch die von ihr bevorzugte Öl-auf-Jute-Technik zusätzlich verstärkt wird. Weiche Linien, flächige Kompositionen und ein sensibles Gespür für Bewegung verleihen ihren Bildern eine besondere Ausdruckskraft.
    Eine Reise nach Libyen im Jahr 1928 prägte ihr Schaffen nachhaltig. In der Folge widmete sie sich verstärkt exotischen Motiven und thematisierte die Tier- und Pflanzenwelten Afrikas sowie der Südsee. Viele dieser Bildwelten entstanden aus ihrer Vorstellungskraft, gespeist aus Erinnerungen, Skizzen und Beobachtungen aus zoologischen Gärten.
    Im Zentrum ihres gefühlvollen Œuvres steht nicht allein die meisterhafte Darstellung von Tieren, sondern vor allem die Harmonie zwischen Mensch, Tier und Natur. Ihre Werke erzählen von einem tiefen Verständnis für das Lebendige und von der Sehnsucht nach einem respektvollen Zusammenleben mit der Natur.
    Das Gemälde „Der große Fisch“ aus dem Jahr 1969 zeigt einen Panther beim Fischfang. Die Szene wirkt zugleich kraftvoll und elegant: In dynamischer Bewegung und stilisierter Formensprache verdichtet Bresslern-Roth den Augenblick zu einem Sinnbild archaischer Kraft.

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