Vase mit Tropfenauflagen, Johann Loetz Witwe, Dekor Phänomen Genre 1/4, um 1901, signiert
signiert mit “Loetz Austria”
Lit.: A. Adlerova, E. Ploil, H. Ricke, T. Vlcek (Hg.), Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940, Bd. 2, Katalog der Musterschnitte, Prestel Verlag, München 1989, Musterschnitt 721, S. 112; A. Adlerova, E. Ploil, H. Ricke, T. Vlcek (Hg.), Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940, Bd. 1, Werkmonographie, Prestel Verlag, München 1989, S. 139
Die Glashütte Johann Loetz Witwe experimentierte ständig mit neuen Dekorationen und Formen. In den Jahren 1900-1901 brachte man die ersten Vasen mit Tropfenauflagen auf den Markt. Bei diesem Gestaltungselement ließ sich Max Ritter von Spaun, der Besitzer der Glashütte, wohl von Arbeiten der Firma Tiffany inspirieren. Die glastechnisch anspruchsvollen Applikationen sind bei Loetz prominent platziert und weisen eine eigene Verzierung in Form von gezogenen, irisierenden Fäden auf.
Bei dieser gedrehten Vase betonen die drei Tropfenauflagen die Drehung des Glaskörpers und setzen einen auffälligen Kontrapunkt zu dem gekämmten Dekor aus silbergelben Fäden. Diese Dekorvariante gehörte zu den selteneren Dekoren, die Loetz in ihrer Firmengeschichte produzierte, und ist bei Sammlern sehr begehrt. Aufgewertet wird dieses Sammlerobjekt zusätzlich durch die Signatur „Loetz Austria“ im ausgeschliffenen Kugelabriss.
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