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"Inder" Werkstätte Hagenauer um 1940

SKU 671

“Inder” mit Turban, Werkstätte Hagenauer Wien, um 1940, Holz und Messing, markiert

  • Breite: 10cm
  • Höhe: 37cm
  • Tiefe: 16cm
  • Datiertung: 1935 bis 1940
    Epoche: Art Deco
    Technik: Helles und dunkles Holz geschnitzt, Messing gegossen und poliert, geschnitztes Bein
    Provenienz: Privatbesitz, Österreich

    dreimal gestempelt (teils schwer leserlich) mit “MADE IN/VIENNA/AUSTRIA”
    Lit: vgl. Abb. „Inder-Knabe“ in „Hagenauer Zettelkatalog 1957“, Nachdruck Wien 2011, Mod.Nr. 4054;
    zeitgenössisches Foto im Archiv Hagenauer im Museum für Angewandte Kunst MAK, Wien, Inv. Nr. HAF 1036

    Verkauft

    Nicht vorrätig

    SKU 671
    Beschreibung

    Mit einem verschmitzten Grinsen lächelt uns der junge Mann zu. Seine schmalen Augen sind fein geschnitzt und unterstreichen so den Charakter des „Inders“. Am Kopf trägt er einen gebundenen Turban, der sich, in hellem Holz geschnitzt, von der restlichen Figur abhebt.

    Die schräg geneigten Schultern verleihen dem jungen Mann eine gewisse Lässigkeit. Nur mit einem Lendenschurz bekleidet steht er für den „fernen Exoten“. Das fein drapierte Hüfttuch ist meisterhaft in Messing ausgeführt und steht in spannendem Kontrast zur dunklen Hautfarbe.

    Im „Hagenauer Zettelkatalog“ aus dem Jahr 1957 wird die dargestellte Figur als „Inder-Knabe“ bezeichnet. Die Hagenauer Werkstätte stellt hier einmal mehr ihren virtuosen Umgang in der Verarbeitung von Holz und Messing unter Beweis.

    Ausführung

    Werkstätte Hagenauer Wien – stilistische Entwicklung und Bedeutung

    Die Werkstätte Hagenauer zählt heute, mit Recht, zu den bedeutendsten Kunstwerkstätten Österreichs des 20. Jahrhunderts. Die klare, strenge Formsprache, kombiniert mit dynamischen Posen und die Verwendung von Messing, vernickelt, patiniert oder blank, sowie Kupfer, Alpacca und Exotenholz, weist einen hohen Wiedererkennungswert auf.

    Doch bis die Brüder Karl und Franz ihren eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelten, sollte einige Zeit vergehen. Karl und Franz besuchten beide die Kunstgewerbeschule in Wien und lernten unter Josef Hoffmann, Oskar Strnad, Anton Hanak und Dagobert Peche.

    Bis zur Schließung der Werkstätte Hagenauer am 30. Dezember 1987 wurden noch Kunstobjekte von herausragender Qualität erzeugt. Die beiden Brüder Karl und Franz Hagenauer haben mit ihrem künstlerischen Vermächtnis sehr stark zur Bildung des Begriffes „Design“ in Mitteleuropa beigetragen und zählen mit Sicherheit zu den einflussreichsten österreichischen Künstlern des 20 Jahrhunderts.

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