Henkeltopf Gustav Gurschner um 1906

SKU 1606 Schlagwort

Kleiner Topf mit drei Henkeln, Entwurf Gustav Gurschner, Ausführung Berndorfer Metallwarenfabrik, um 1906, Bronze vergoldet, markiert, signiert

  • Höhe: 7.5cm, Breite: 10.5cm, Tiefe: 10.5cm
  • 1904 bis 1908
    Technik: Bronze, teilpatiniert, vergoldet
    Provenienz: Privatbesitz, Georgia, USA

    an der Wandung markiert mit “BERNDORF” und signiert mit “GURSCHNER”
    Lit: Abb. im englischen Verkaufskatalog der Wiener Kunsterzgiesserei A.G., Tafel XLIII, Mod.-Nr. 540

    8.900,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
    SKU 1606 Schlagwort
    Beschreibung

    Gustav Gurschner prägte das Kunsthandwerk um 1900 mit seinen Kleinplastiken mit seiner unverkennbaren, eigenständigen Formensprache. In für Gurschner typischer Weise ist das Gefäß wirkungsvoll zweigeteilt: Der obere Teil des Korpus wird von einem umlaufenden Reliefband mit streng gegliederten Kreisornamenten belebt. Dem gegenüber steht die glatt gehaltene Basis, die durch ihre ruhige und reduzierte Gestaltung einen bewussten Kontrast zum reichen Dekor des oberen Bereichs bildet. Diese Gegenüberstellung von Ornament und Fläche zählt zu den zentralen Gestaltungselementen in Gurschners Werk.
    Drei oben angesetzte Henkel unterstreichen zusätzlich die archaisch anmutende Formensprache. Das Objekt ist vergoldet, während der obere Teil patiniert wurde; ein altersgemäßer Abrieb ist vorhanden. Die Vase vereint auf eindrucksvolle Weise Gurschners außergewöhnlichen ornamentalen Erfindungsreichtum mit einer Rückbesinnung auf archaische Formtraditionen sowie einer zugleich modernen und zeitlosen Formauffassung.

    Künstler

    Der gebürtige Tiroler Gustav Gurschner (Mühlendorf am Inn, Deutschland 1873 – 1971 Wien) war einer der bekanntesten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er war Gründungsmitglied der Wiener Secession und langjähriger Präsident des Künstlerverbandes österreichischer Bildhauer. Da er mehrere Jahre in Paris lebte, kann man in seinem charakteristischen, naturbezogenen Stil einen deutlichen französischen Einfluss erkennen. Durch sein außerordentliches Talent und seine umfassende künstlerische Bildung schuf er eine Vielzahl an Denkmälern und Portraits, unter anderem den Königsobelisken in Veszprém, 1908, das Kaiserdenkmal von Hohenelbe vor 1916 oder ein Bildnis Königs Eduard VII. von England.

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    Kleiner Topf mit drei Henkeln Gustav Gurschner Berndorfer Metallwarenfabrik um 1906 Bronze teilpatiniert vergoldet markiert signiert
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