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Hängelampe Koloman Moser um 1901

SKU 986 Tag

Hängelampe mit Lampenkugeln, Entwurf Koloman Moser für E. Bakalowits Söhe, Wien, Messing Opalglas, Loetz Lampenschirme, um 1901

  • Höhe: 124cm, Breite: 42cm, Tiefe: 42cm
  • 1900 bis 1902
    Technik: Messing, Opalglas, Loetz Lampenkugel
    Provenienz: Privatbesitz, Klosterneuburg

    Lit.: Deutsche Kunst und Dekoration 19, 1906-07, S. 55-57
    (Flur, Speise- und Wohnzimmer, Haus Ditha und Kolo Moser)

    28.000,00 inkl. MWSt.
    SKU 986 Tag
    Beschreibung

    Vor seiner Mitarbeit bei der Wiener Werkstätte gestaltete Koloman Moser vielfältige kunsthandwerkliche Objekte für verschiedene Wiener Unternehmen. Seine Entwürfe reichten von Bucheinbänden über Spielzeug bis hin zu Beleuchtungskörpern. Schon ab 1899 kreierte er Letztere für den erfolgreichen Wiener Glasverleger E. Bakalowits Söhne. Im Jahr 1901 entwickelte Moser eine Serie von sogenannten „Penden“ – Lampen, die von Deckenplatten an Kabeln herabhingen und mit dekorativen Elementen versehen waren. Diese Deckenlampen waren in ihrer Größe variabel, ebenso wie die Anzahl der herabhängenden Beleuchtungskörper und die Art der Zierelemente. Einige dieser Lampen hatten bis zu dreizehn Auslässe. An den Kabeln wurden verschiedene Verzierungen, wie metallene Scheiben, opalfarbene Kugeln oder gläserne Stangen, angebracht. Koloman Moser nutzte auch mehrere vierarmige Penden, um seine eigene Wohnung zu gestalten.

    Künstler

    Als „Tausendkünstler“ prägte Koloman Moser die Wiener Kunstszene um 1900 wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation. Zunächst als Illustrator und Grafiker tätig, lieferte der vielseitige Designer in Folge zahlreiche Entwürfe für Möbel, Metallobjekte, Stoffe, Glas etc. und war künstlerisch auch als Maler tätig.
    Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste und der Wiener Kunstgewerbeschule war Moser 1897 Gründungsmitglied der Wiener Secession. Er gestaltete die Vereinszeitschrift dieser progressiven Künstlervereinigung und war für deren Corporate Design verantwortlich (Kataloge, Ausstellungs-Disposition).
    Gemeinsam mit Josef Hoffmann und Fritz Waerndorfer gründete Koloman Moser 1903 die Wiener Werkstätte. Bis zu seinem Austritt im Jahr 1907 war er mit Hoffmann künstlerischer Leiter der Produktionsgemeinschaft, die die Durchdringung aller Lebensbereiche mit künstlerisch gestaltetem Kunsthandwerk im Sinne des Gesamtkunstwerks propagierte. Mit zahlreichen Entwürfen für die Wiener Werkstätte trug er wesentlich zur Aufwertung des zeitgenössisch-modernen Kunsthandwerks in Wien um 1900 bei.
    Ab 1900 unterrichtete Moser Grafische Gestaltung an der Wiener Kunstgewerbeschule und beeinflusste und förderte eine ganze Generation von KünstlerInnen und Designern. Entwürfe aus der Schule Koloman Moser wurden von renommierten Manufakturen ausgeführt, z.B. Backhausen, Bakalowits, Loetz, Portois & Fix, J. & J. Kohn etc.
    1905 trat Moser gemeinsam mit der Klimt-Gruppe aus der Secession aus und beteiligt sich 1908 prominent an der von der Gruppe organisierten, vielbeachteten Kunstschau in Wien.
    In den Jahren 1908 bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1918 lag der Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit auf der Malerei. Stilistisch übten dabei die Gemälde Ferdinand Hodlers großen Einfluss aus. Obwohl zu Lebzeiten nicht als Maler gefeiert, sind Mosers farbintensive, symbolistische Gemälde heute am Kunstmarkt sehr gefragt.
    Arbeiten Kolomans Mosers finden sich heute in den Sammlungen wichtiger Museen, wie etwa dem MAK und Leopold-Museum in Wien, oder in Internationalen Privatsammlungen, wie z.B. in der Neuen Galerie New York.

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