Hängelampe Koloman Moser um 1901

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Hängelampen mit Loetz-Schirmen, Entwurf Koloman Moser für E. Bakalowits Söhne Wien, Ausführung der Lampenschirme Johann Loetz Witwe, um 1901, Messing mit Hammerschlagdekor, opalweißes Glas mit eingeschmolzenen roten Punkten

  • Höhe: 111.5cm, Breite: 15cm,
  • 1900 bis 1902
    Technik: Messing mit Hammerschlagdekor, opalweißes Loetz Glas mit eingeschmolzenen roten Flecken
    Provenienz: Privatbesitz, Schweiz

    Lit.: vgl. Entwurfszeichnung von Josef Hoffmann für “Beleuchtungskörper-Pende” im Archiv der Wiener Werkstätte im MAK, Inv.-Nr. KI 12108-25; vgl.. Entwurfszeichnung von Josef Hoffmann für “Beleuchtungskörper-Pende” im Archiv der Wiener Werkstätte im MAK, Inv.-Nr. KI 12108-24; vgl. dokumentierte Fotografie “Pende” im Archiv der Wiener Werkstätte MAK, Inv.-Nr. WWF 117-6; vgl. dokumentierte Fotografie “Pende” im Archiv der Wiener Werkstätte MAK, Inv.-Nr. KI 12108-24; E. Ploil, H. Ricke u.a. (Hg.), „Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940“, Band 2, Musterschnitte, München 1989, Musterschnitt 85/3892, S. 288.

    31.000,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
    SKU 1640 , Tags ,
    Beschreibung

    Bevor Koloman Moser der Wiener Werkstätte beitrat, entwarf er für verschiedene Wiener Unternehmen eine Vielzahl von Dekorationsobjekten, darunter auch Leuchten. Bereits 1899 schuf er erste Lampen für den renommierten Wiener Glasverleger E. Bakalowits Söhne. 1901 entstanden mehrere sogenannte „Penden“, hängende Leuchten von klarer, reduzierter Form, deren schlichtes Erscheinungsbild durch drei zusätzliche dekorative Glaskugeln am Kabel akzentuiert wird. Die Messingelemente sind mit Mosers charakteristischem Hammerschlagdekor versehen. Die eigentlichen Lampenschirme aus opalweißem, von Loetz gefertigtem Glas sind mit eingeschmolzenen roten Flecken verziert – ein charakteristisches Beispiel für Mosers geometrisch-abstrakte Formensprache.

    Vergleichbare Modelle in vierflammiger Ausführung verwendete Moser sogar für die Ausstattung seiner eigenen Wohnung.

    Künstler

    Als „Tausendkünstler“ prägte Koloman Moser die Wiener Kunstszene um 1900 wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation. Zunächst als Illustrator und Grafiker tätig, lieferte der vielseitige Designer in Folge zahlreiche Entwürfe für Möbel, Metallobjekte, Stoffe, Glas etc. und war künstlerisch auch als Maler tätig.
    Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste und der Wiener Kunstgewerbeschule war Moser 1897 Gründungsmitglied der Wiener Secession. Er gestaltete die Vereinszeitschrift dieser progressiven Künstlervereinigung und war für deren Corporate Design verantwortlich (Kataloge, Ausstellungs-Disposition).
    Gemeinsam mit Josef Hoffmann und Fritz Waerndorfer gründete Koloman Moser 1903 die Wiener Werkstätte. Bis zu seinem Austritt im Jahr 1907 war er mit Hoffmann künstlerischer Leiter der Produktionsgemeinschaft, die die Durchdringung aller Lebensbereiche mit künstlerisch gestaltetem Kunsthandwerk im Sinne des Gesamtkunstwerks propagierte. Mit zahlreichen Entwürfen für die Wiener Werkstätte trug er wesentlich zur Aufwertung des zeitgenössisch-modernen Kunsthandwerks in Wien um 1900 bei.
    Ab 1900 unterrichtete Moser Grafische Gestaltung an der Wiener Kunstgewerbeschule und beeinflusste und förderte eine ganze Generation von KünstlerInnen und Designern. Entwürfe aus der Schule Koloman Moser wurden von renommierten Manufakturen ausgeführt, z.B. Backhausen, Bakalowits, Loetz, Portois & Fix, J. & J. Kohn etc.
    1905 trat Moser gemeinsam mit der Klimt-Gruppe aus der Secession aus und beteiligt sich 1908 prominent an der von der Gruppe organisierten, vielbeachteten Kunstschau in Wien.
    In den Jahren 1908 bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1918 lag der Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit auf der Malerei. Stilistisch übten dabei die Gemälde Ferdinand Hodlers großen Einfluss aus. Obwohl zu Lebzeiten nicht als Maler gefeiert, sind Mosers farbintensive, symbolistische Gemälde heute am Kunstmarkt sehr gefragt.
    Arbeiten Kolomans Mosers finden sich heute in den Sammlungen wichtiger Museen, wie etwa dem MAK und Leopold-Museum in Wien, oder in Internationalen Privatsammlungen, wie z.B. in der Neuen Galerie New York.

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    Hängelampe mit Lampenkugeln Koloman Moser E. Bakalowits Söhne Wien um 1901 Messing Glass
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