Gunter Damisch “Weltköpflerdurcheinander” 1994

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Gunter Damisch, “Weltköpflerdurcheinander”, 1994, Ölfarbe, Tusche, Stifte auf Tiedruck auf Bütten

  • Höhe: 97.5cm, Breite: 97.5cm,
  • 1994
    Technik: Ölfarbe, Tusche, Stifte auf Tiefdruck auf Bütten
    Provenienz: Privatsammlung, Madison, VA, US (David B. Lawall Collection)

    vorne Mittig signiert mit “G Damisch 94”; rückseitig beschriftet mit “Weltköpflerdurcheinander” und “Damisch 91”
    Lit: abgebildet Galerie Ernst Hilger (Hrsg.), Gunter Damisch – Auf Papier 1984-94, Ausstellungskatalog 2016, S. 81

    9.500,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
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    Beschreibung

    Beim ersten Anblick der unverwechselbaren Werke von Gunter Damisch, der als einer der Hauptvertreter der Neue Wilde gilt, scheint es, als blicke man durch ein überdimensionales Mikroskop in eine eigentümliche Welt aus riesenhaften Mikroorganismen – wuchernde Gebilde, die zugleich an Mikroben, Wimpertierchen oder Amöben erinnern und in ihrer Wirkung zwischen Nähe und Ferne, zwischen Monumentalität und Kleinheit oszillieren.
    Damisch selbst verstand seine Malerei als Möglichkeit, autonome Bildwelten zu erschaffen. Diese grenzenlosen, nahezu kosmischen Räume sind von einem charakteristischen Formenrepertoire geprägt. Innerhalb seiner individuellen Bildordnung begegnen Begriffe wie „Welten“, „Felder“, „Wege“, „Netze“, „Flimmern“ oder „Steher“; in der vorliegenden Papierarbeit aus der Serie Arten & Orte Übermalgeschichten treten zudem sogenannte „Köpfler“ auf. Diese Formelemente breiten sich über die Bildränder hinaus in scheinbare Unendlichkeit aus, verdichten sich zu kompakten Ballungen oder stieben explosionsartig auseinander und erzeugen so den Eindruck permanenter Bewegung.
    Die Komposition folgt dabei häufig einem All-over-Prinzip. Die Bildoberfläche erscheint rhythmisch belebt, als würde sie pulsieren, während zugleich der Zufall als mitgestaltendes Moment in den malerischen Prozess einbezogen wird. Damischs Ölgemälde zeichnen sich darüber hinaus durch eine intensive, kontrastreiche Farbigkeit aus, die die Dynamik seiner Bildwelten zusätzlich unterstreicht.

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    Gunter Damisch "Weltköpflerdurcheinander" 1994 Ölfarbe Tusche Stifte auf Tiefdruck auf Bütten signiert
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