Gazellenkopf Werkstätte Hagenauer Wien um 1935

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Gazellenkopf, Werkstätte Hagenauer Wien, um 1935, Holz geschnitzt, Messing, markiert

  • Höhe: 38cm, Breite: 21cm, Tiefe: 14cm
  • 1935 bis 1945
    Technik: Nussholz geschnitzt, gebeizt und poliert; Messing, gegossen, patiniert bzw. poliert
    Provenienz: Privatbesitz, Los Angeles

    markiert mit “Handmade”, “HAGENAUER/WIEN”, “MADE IN/AUSTRIA”, “wHw” im Kreis
    Lit.: vgl. Abb. “Sommeringgazelle” in “Hagenauer Zettelkatalog 1957”, Nachdruck Wien 2011, Mod. Nr. 4495

    5.800,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
    SKU 1490 Schlagwort
    Beschreibung

    Dieser majestätische Gazellenkopf ist ein beeindruckendes Exemplar der äußerst beliebten exotischen Tierdarstellungen, die die Werkstätte Hagenauer Wien schon ab den 1930er Jahren produzierte. Im Verkaufskatalog aus dem Jahr 1957 („Zettelkatalog“) wird die trophäenartige Plastik als „Sommeringgazelle“ angepriesen. Diese große Gazellenart ist vor allem in Somalia und Äthiopien heimisch.
    Die schwungvoll von einem zarten Messingfuß emporstrebende Halspartie und der leicht gedrehte, elegant schmale Kopf verleihen der afrikanischen Gazelle eine kraftvolle Anmut. Mit feinen Einkerbungen im Holz werden die Nasenflügel, Mundpartie und Augen angedeutet. Die gelängten Maße des noblen Tiers setzen sich bis in die Spitzen der leicht geschwungenen Hörner fort.
    Mit dem Fuß aus Messing, dem Kopf aus kunstvoll verarbeitetem Nussholz und den gerillten Hörnern aus patiniertem Messing zeigt sich bei diesem Objekt außerdem die virtuose Kombination verschiedener Materialien, die die Werkstätte Hagenauer auszeichnete.

    Ausführung

    Werkstätte Hagenauer Wien – stilistische Entwicklung und Bedeutung

    Die Werkstätte Hagenauer zählt heute, mit Recht, zu den bedeutendsten Kunstwerkstätten Österreichs des 20. Jahrhunderts. Die klare, strenge Formsprache, kombiniert mit dynamischen Posen und die Verwendung von Messing, vernickelt, patiniert oder blank, sowie Kupfer, Alpacca und Exotenholz, weist einen hohen Wiedererkennungswert auf.

    Doch bis die Brüder Karl und Franz ihren eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelten, sollte einige Zeit vergehen. Karl und Franz besuchten beide die Kunstgewerbeschule in Wien und lernten unter Josef Hoffmann, Oskar Strnad, Anton Hanak und Dagobert Peche.

    Bis zur Schließung der Werkstätte Hagenauer am 30. Dezember 1987 wurden noch Kunstobjekte von herausragender Qualität erzeugt. Die beiden Brüder Karl und Franz Hagenauer haben mit ihrem künstlerischen Vermächtnis sehr stark zur Bildung des Begriffes „Design“ in Mitteleuropa beigetragen und zählen mit Sicherheit zu den einflussreichsten österreichischen Künstlern des 20 Jahrhunderts.

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    Gazellenkopf Werkstätte Hagenauer Wien um 1935 Holz Messing markiert
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