Felix Heuberger “Donau bei Greifenstein” um 1930

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“Donau bei Greifenstein”, Felix Heuberger, um 1930, Öl auf Leinwand, signiert

  • Höhe: 99cm, Breite: 86cm,
  • 1925 bis 1940
    Technik: Öl auf Leinwand
    Provenienz: Privatbesitz, Wien

    links unten signiert mit “Felix Heuberger”; auf der Rückseite beschriftet mit “F.H.4./3.[?]” und “Donau bei Greifenstein”

    28.000,00 inkl. MWSt.
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    Beschreibung

    Felix Heuberger zählt zu jenen Künstlern der österreichischen Moderne, die sich abseits akademischer Ausbildung eine eigenständige Bildsprache erarbeiteten. Als Autodidakt entwickelte er früh eine ausgeprägte Sensibilität für die Landschaftsmalerei, getragen von einer tiefen Begeisterung für die Natur. Besonders die Regionen des Salzkammerguts und der Tiroler Berge prägten sein künstlerisches Schaffen nachhaltig. Bereits im Jahr 1919 wurden zwei seiner Werke im Wiener Künstlerhaus ausgestellt.
    Stilistisch steht Heubergers Landschaftsmalerei im Einflussbereich der Neuen Sachlichkeit. Diese Strömung, die sich nach dem Ersten Weltkrieg als bewusste Gegenbewegung zum emotionalen Expressionismus formierte, zeichnet sich durch eine präzise, nüchterne und oft kühl wirkende Darstellungsweise aus. In einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Zerrissenheit suchten Künstler dieser Richtung die Rückkehr zum Gegenständlichen. Ihre Landschaften erscheinen dabei häufig menschenleer, von stiller Melancholie durchzogen und mit einer eigentümlich distanzierten Klarheit versehen.
    Das Gemälde „Donau bei Greifenstein“ ist ein eindrucksvolles Beispiel für Heubergers künstlerische Handschrift. Aus einem erhöhten Betrachterstandpunkt eröffnet sich ein weiter Blick über die Donauauen, deren sattes Grün eine unberührte, beinahe entrückte Natur suggeriert. Die Komposition ist von einer betonten Perspektivwirkung geprägt, die den Blick weit in die Tiefe zieht. Wolkenformationen dominieren die obere Bildhälfte, während ein feiner Silberstreif am Horizont das Licht einfängt und die Wolkenränder hell zum Leuchten bringt.
    Das gedämpfte, kühle Kolorit verstärkt sowohl das Gefühl von Distanz als auch eine tiefe Ruhe. Ohne menschliche Präsenz erhält die Landschaft eine fast bühnenhafte Qualität, zwischen nüchterner Beobachtung und atmosphärischer Wirkung.

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    Felix Heuberger "Donau bei Greifenstein" um 1930 signiert
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