Bronzevase, Entwurf von Gustav Gurschner, Ausführung K.K. Kunst-Erzgießerei Wien, um 1905, Bronze, ziseliert, teilpatiniert
signiert mit “GURSCHNER”, am Boden markiert mit “B/163”
Lit.: Originalfoto im Archiv Gustav Gurschner © Nikolaus Kolhammer, Wien, ANKGG0250; Abbildung im Verkaufskatalog der K.K. Kunst-Erzgießerei Wien, Tafel XXII, Mod. Nr. B
Nicht vorrätig
Gustav Gurschner zählt zu den bedeutendsten Bildhauern und Metallkünstlern des Wiener Jugendstils und prägte das Wiener Kunsthandwerk um 1900 mit seiner unverkennbaren Formensprache.
In für Gurschner typischer Weise ist dieses Bronzegefäß wirkungsvoll zweigeteilt. Der obere Bereich der Vase ist mit einem umlaufenden, etruskisch inspirierten Reliefdekor reich verziert. Die ovale, leicht bauchige Form, kombiniert mit der fein ausgearbeiteten Ornamentik des Bronzereliefs und der grünlich patinierten Basis, vermittelt eine harmonische Verbindung aus Gurschners ornamentalem Erfindungsreichtum, der Rückbesinnung auf archaische Ornamentformen und einer modernen, zeitlosen Formensprache.
Der gebürtige Tiroler Gustav Gurschner (Mühlendorf am Inn, Deutschland 1873 – 1971 Wien) war einer der bekanntesten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er war Gründungsmitglied der Wiener Secession und langjähriger Präsident des Künstlerverbandes österreichischer Bildhauer. Da er mehrere Jahre in Paris lebte, kann man in seinem charakteristischen, naturbezogenen Stil einen deutlichen französischen Einfluss erkennen. Durch sein außerordentliches Talent und seine umfassende künstlerische Bildung schuf er eine Vielzahl an Denkmälern und Portraits, unter anderem den Königsobelisken in Veszprém, 1908, das Kaiserdenkmal von Hohenelbe vor 1916 oder ein Bildnis Königs Eduard VII. von England.
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