Alfred Zoff, Schiff in der Aisne, Öl auf Karton, 1904, signiert
rechts unten mit “A. Zoff” signiert, rückseitig: “Hr 69 – Schiff in der Aîne – Rethondes 1904” [Aîne durchgestrichen und mit Bleistift zu “Aisnes” korrigiert], sowie “200” und “A. Zoff”
Alfred Zoff zählt zu den bedeutendsten österreichischen Landschaftsmalern des Stimmungsimpressionismus. Nach einem anfänglichen Medizinstudium wandte er sich ganz der Kunst zu und absolvierte seine Ausbildung in Graz, Wien und Karlsruhe. Ab 1907 wirkte er als Professor für Landschafts- und Stilllebenmalerei an der Landeskunstschule in Graz. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einer Medaille auf der Weltausstellung in Paris 1900.
Zoff war ein leidenschaftlicher Reisender, der seine Motive stets in der Natur suchte. Von Österreich über Frankreich bis in den Mittelmeerraum entstanden zahlreiche Studien, die vor Ort festgehalten und später im Atelier ausgearbeitet wurden.
Das Gemälde “Schiff in der Aisne” (1904) zeigt eine ruhige französische Flusslandschaft mit Boot unter einem wolkenbewegten Himmel. In lockerer, skizzenhafter Malweise und mit raschem Pinselduktus als Ölstudie en plein air angelegt, fängt das Werk die Licht- und Farbstimmung der Landschaft unmittelbar ein. Die Konzentration auf Naturbeobachtung unter freiem Himmel, das intime Format und der bewusste Verzicht auf idealisierende Kompositionen verweisen auf den Einfluss der Schule von Barbizon. Zoffs feine Sensibilität für Atmosphäre und Landschaft verleihen dem Werk eine stille, zeitlose Präsenz.
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