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Afrikanerin mit Kind Werkstätte Hagenauer um 1935

SKU 719

Afrikanerin mit Kind, Werkstätte Hagenauer Wien, um 1935, Walnussholz und Messing, markiert

  • Breite: 7cm
  • Höhe: 32cm
  • Tiefe: 14cm
  • Datiertung: 1935 bis 1940
    Epoche: Art Deco
    Technik: Walnussholz geschnitzt, gebeizt; Messing gegossen und poliert
    Provenienz: Privatbesitz, Australien

    markiert mit “MADE IN/VIENNA/AUSTRIA”, “wHw” im Kreis”, “HAGENAUER/WIEN”

    Verkauft

    Nicht vorrätig

    SKU 719
    Beschreibung

    Die Werkstätte Hagenauer produzierte bereits in den 1930er Jahren Kleinplastiken mit afrikanischen Motiven. Auch diese Statuette geht auf diese Zeit zurück. Mit elegantem Oberkörper en face und Kopf im Profil hält die Afrikanerin ihr Kind mit zärtlicher Pose am Arm und vermittelt somit ein starkes Gefühl von Mutterliebe und Geborgenheit.

    Die Arbeit aus patiniertem Messing und fein geschnitztem Edelholz gehört zu den seltener ausgeführten Entwürfen aus der Serie afrikanischer Figurinen und auch zu den teureren, denn die feine Schnitzarbeit war in der Herstellung zeitaufwendig. Besonders sorgfältig gearbeitet sind der Übergang vom Oberkörper zum Sockel. Eine starke Formreduktion zeichnet diesen Entwurf aus. Die stark stilisierten Züge der exotischen Figur und die handwerklich exzellent ausgeführten Details lassen verstehen, weshalb die Werkstätte Hagenauer mit ihren afrikanischen Figuren so erfolgreich war.

    Ausführung

    Werkstätte Hagenauer Wien – stilistische Entwicklung und Bedeutung

    Die Werkstätte Hagenauer zählt heute, mit Recht, zu den bedeutendsten Kunstwerkstätten Österreichs des 20. Jahrhunderts. Die klare, strenge Formsprache, kombiniert mit dynamischen Posen und die Verwendung von Messing, vernickelt, patiniert oder blank, sowie Kupfer, Alpacca und Exotenholz, weist einen hohen Wiedererkennungswert auf.

    Doch bis die Brüder Karl und Franz ihren eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelten, sollte einige Zeit vergehen. Karl und Franz besuchten beide die Kunstgewerbeschule in Wien und lernten unter Josef Hoffmann, Oskar Strnad, Anton Hanak und Dagobert Peche.

    Bis zur Schließung der Werkstätte Hagenauer am 30. Dezember 1987 wurden noch Kunstobjekte von herausragender Qualität erzeugt. Die beiden Brüder Karl und Franz Hagenauer haben mit ihrem künstlerischen Vermächtnis sehr stark zur Bildung des Begriffes „Design“ in Mitteleuropa beigetragen und zählen mit Sicherheit zu den einflussreichsten österreichischen Künstlern des 20 Jahrhunderts.

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