Tischlampe mit Loetz-Schirm Gustav Gurschner um 1901

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Tischlampe mit Loetz-Schirm, Entwurf Gustav Gurschner, Ausführung K.K. Kunst-Erzgießerei Wien, Lampenschirm Johann Loetz Witwe, Dekor Opal Candia Papillon, um 1901, Bronze, Glas, signiert

  • Höhe: 48cm, Breite: 24cm, Tiefe: 24cm
  • 1900 bis 1902
    Technik: Bronze, gegossen, patiniert, Silber, Glas, formgeblasen, reduziert, irisierend
    Provenienz: Privatbesitz, Stockholm

    signiert per Hand “Gurschner”
    Lit.: Originalfoto im Archiv Gustav Gurschner © Nikolaus Kolhammer, Wien, ANKGG0177, verso händisch bezeichnet mit „Lampe / 45 cm“, Atelierstempel Gurschner

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    Beschreibung

    Zu den Objekten, die Gustav Gurschner für Studierzimmer entwarf, gehörten auch verschiedene Tischlampen. Kurz nach seinem Debüt bei der Ersten Ausstellung der Wiener Secession im Jahr 1898 begannen Unternehmen wie Johann Loetz Witwe und E. Bakalowits & Söhne in Wien, bei Gurschner künstlerisch gestaltete Leuchtobjekte in Auftrag zu geben, die mit passenden Schirmen aus ihren Glasmanufakturen kombiniert wurden.
    Im Jahr 1897 hielt sich Gurschner in Paris auf, wo er maßgeblich vom französischen Art Nouveau inspiriert wurde. Charakteristisch für seine Entwürfe ist die Verbindung funktionaler Alltagsgegenstände mit figürlichen Elementen, häufig in Form weiblicher Gestalten. Bei dieser Tischlampe trägt eine Frauengestalt den Schirm mit ausgebreiteten Armen, während ihr fließend gestalteter Rock den Sockel des Leuchtkörpers bildet. Der fein modellierte Faltenwurf und die sorgfältig ziselierten ornamentalen Details des Gewandes zeugen von Gurschners außergewöhnlichem Können als Bronzekünstler.
    Der Schirm aus zart irisierendem Glas im Dekor „Opal Candia Papillon“, gefertigt von Johann Loetz Witwe, verleiht der Lampe eine anmutige Eleganz und sorgt für eine atmosphärisch warme Lichtwirkung.
    Gefertigt aus dunkel patinierter Bronze, besticht das Stück durch seine plastische Präsenz und die harmonische Verbindung von künstlerischem Ausdruck und funktionaler Gestaltung.

    Künstler

    Der gebürtige Tiroler Gustav Gurschner (Mühlendorf am Inn, Deutschland 1873 – 1971 Wien) war einer der bekanntesten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er war Gründungsmitglied der Wiener Secession und langjähriger Präsident des Künstlerverbandes österreichischer Bildhauer. Da er mehrere Jahre in Paris lebte, kann man in seinem charakteristischen, naturbezogenen Stil einen deutlichen französischen Einfluss erkennen. Durch sein außerordentliches Talent und seine umfassende künstlerische Bildung schuf er eine Vielzahl an Denkmälern und Portraits, unter anderem den Königsobelisken in Veszprém, 1908, das Kaiserdenkmal von Hohenelbe vor 1916 oder ein Bildnis Königs Eduard VII. von England.

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    Tischlampe mit Loetz-Schirm Gustav Gurschner K.K. Kunst-Erzgießerei Wien um 1901 Bronze Glas signiert
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