Kommode Bruno Paul, Vereinigte Werkstätten München um 1905

SKU 651 ,

Konsole , Bruno Paul zug., wohl Vereinigte Werkstätten für Kunst im Handwerk München, Nussholz, Ahorn, Silberbeschläge, Koralle, um 1905

  • Höhe: 74cm
  • Länge: 36cm
  • Breite: 46cm
  • Datierung: 1903 bis 1908
    Epoche: Jugendstil
    Technik: Nussholz, Ahorn, Silberbeschläge, Korallenperlen
    4.500,00 inkl. MwSt.
    SKU 651 ,
    Beschreibung

    Diese hochqualitative Tischlerarbeit, die von Bruno Paul entworfen wurde, ist Teil eines Ensembles, das auch noch aus einem Damenschreibtisch besteht. In der Ausführung von den Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk München werden hochwertige Materialien eingesetzt. So ist das Möbelstück in Nussbaum- und Ahornholz gefertigt. Um die Front des verschließbaren Faches ist eine dekorative Perlschnur gelegt. Die Beschläge sind aus Silber gefertigt und mit Hammerschlagdekor versehen. Er trägt eine prominent platzierte Korallenperle im Zentrum. Hinter dem Fach verbergen sich drei kleine Laden, die darauf warten befüllt zu werden. In feinster Manier ist die Konsole seitlich des Faches mit Rautenformen geschmückt. Die geometrischen Darstellungen wiederholen sich in der Rückwand darunter. Das vorliegende Möbelstück ist sowohl in seiner äußeren Erscheinung als auch in seinem Inneren in außergewöhnlicher Qualität gestaltet.

    Künstler

    Bruno Paul (Seifhennersdorf 1874 – 1968 Berlin) Bruno Paul war ein deutscher Zeichner, Designer und Architekt. Seine Ausbildung erhielt er an der Kunstgewerbeschule in Dresden und ab 1894 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Gemeinsam mit anderen Mitstreitern begründete er im Jahr 1898 nach dem Vorbild der Arts und Crafts-Bewegung die Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk. Paul war 1907 auch Gründungsmitglied des Deutschen Werkbundes. Anfänglich waren Pauls Entwürfe für Möbel und Einrichtungsgegenstände noch einem nüchternen Jugendstil verbunden. Seine kompletten Raumausstattungen mit einem von der Geometrie bestimmten Stil fanden auf deutschen Kunstgewerbeausstellungen Beachtung und wurden auch auf Weltausstellungen (Paris 1900 oder St. Louis 1904) ausgezeichnet. Mit seinen repräsentativen Interieurs (z.B. Faber-Castell-Schlösschen Nürnberg) und den Entwürfen für Villen oder Geschäftsräumlichkeiten bediente Bruno Paul gewiss eine großbürgerliche Klientel. Einen Namen als Interior Designer machte er sich auch mit der Innenausstattung von Luxuslinern für die Norddeutsche Lloyd, für die er zeitweise als Hausarchitekt tätig war. Zugleich gilt Bruno Paul gilt als Wegbereiter eines modernen, zweckmäßigen Stils, der mit der Abkehr vom Jugendstil verbunden war. So entwickelte er ein modernes Serienmöbel im Anbausystem, welches später von den Deutschen Werkstätten Hellerau produziert wurde. Mit seinen Entwürfen beeinflusste Paul in Folge auch bekannte moderne Architekten wie z.B. Mies van der Rohe. Mit der Ernennung zum Leiter der Kunstgewerbeschule in Berlin 1907 und seiner Berufung zum Direktor der Universität der Künste 1924 übte Paul Einfluss auf die Modernisierung des Bildungssystems aus und wertete insbesondere die Rolle der Angewandten Künste auf.

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