Kassette Gustav Gurschner um 1900

SKU 1592 Schlagwort

Kassette mit Frauenfiguren, Gustav Gurschner, um 1900, Bronze, patiniert

  • Höhe: 18cm, Breite: 32cm, Tiefe: 21cm
  • 1899 bis 1900
    Technik: Bronze, ziselliert, teilpatiniert; Stoff
    Provenienz: Privatbesitz, Wien

    Lit.: Originalfoto im Archiv Gustav Gurschner © Nikolaus Kolhammer, Wien, ANKGG0131

    38.000,00 inkl. MWSt.
    Preis auf Anfrage
    SKU 1592 Schlagwort
    Beschreibung

    Gustav Gurschner zählt zu den führenden Bronzekünstlern des österreichischen Jugendstils. Die Kassette mit aufklappbarem Deckel, seitlichen Henkeln und frontseitigem Schloss vereint zwei für sein Œuvre charakteristische Gestaltungsmotive: eine streng lineare, geometrisch abstrahierte Ornamentik von archaischer Anmutung sowie elegant modellierte weibliche Aktfiguren.
    Die Schatulle ist in patinierter Bronze ausgeführt und zeigt eine klar gegliederte, flächig gebundene Dekoration. An der Front erscheinen zwei kniende Frauenfiguren, deren warmer Bronzeton sich wirkungsvoll vom dunkler patinierten Grund absetzt. Das spannungsvolle Zusammenspiel von plastischer Figur und linearer Ornamentik entspricht der Formensprache des Jugendstils um 1900, der neue, abstrahierte Dekorformen mit einer Idealisierung der weiblichen Gestalt verband.
    Typisch für Gurschner ist dabei die konsequente Verbindung von künstlerischem Anspruch und funktionaler Bestimmung: Das Objekt bleibt in seiner Konstruktion klar lesbar, während die dekorative Durchbildung es zugleich zu einem eigenständigen Kunstwerk erhebt.

    Künstler

    Der gebürtige Tiroler Gustav Gurschner (Mühlendorf am Inn, Deutschland 1873 – 1971 Wien) war einer der bekanntesten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er war Gründungsmitglied der Wiener Secession und langjähriger Präsident des Künstlerverbandes österreichischer Bildhauer. Da er mehrere Jahre in Paris lebte, kann man in seinem charakteristischen, naturbezogenen Stil einen deutlichen französischen Einfluss erkennen. Durch sein außerordentliches Talent und seine umfassende künstlerische Bildung schuf er eine Vielzahl an Denkmälern und Portraits, unter anderem den Königsobelisken in Veszprém, 1908, das Kaiserdenkmal von Hohenelbe vor 1916 oder ein Bildnis Königs Eduard VII. von England.

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    Kassette mit Frauenfiguren Gustav Gurschner um 1900 Bronze teilpatiniert Stoff
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